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Kulturelle Bildung in Offenen Settings

Kursbeschreibung

Weiterbildung 2015/2016

Leitidee: KUNST. BILDUNG. TEILHABE

Kulturelle Bildung hat Hochkonjunktur. Kunst‐ und Kulturschaffende sind als Expert_innen gefragt, Kindern und Jugendlichen Zugänge zu künstlerischer und kultureller Praxis zu erschließen. ARTPAED greift dieses Potential und den Eigensinn künstlerischer Arbeitsweisen auf und vermittelt pädagogisches Fachwissen sowie
didaktischmethodische Ansätze für Offene Settings der Kulturellen Jugendbildung.

Im zweiten Durchgang der Weiterbildung 2015/16 steht die außerschulische Kulturelle Bildung und die kulturelle Teilhabe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen thematisch im Mittelpunkt.
Die außerschulischen Orte Kultureller Bildung sind strukturell heterogen – von Kulturinstitutionen über Jugendeinrichtungen und Wohnheimen z.B. für Menschen mit Fluchterfahrung bis hin zum Lebens‐ und Lernraum Stadt. Wer mit jungen Menschen in Offenen Settings arbeitet, begegnet heterogenen Zielgruppen mit vielfältigen und hybriden kulturellen Praxen. Die Teilhabe unterschiedlicher junger Menschen an Kunst und Kultur ist ein Querschnittsthema der Weiterbildung und wird exemplarisch an Bildungsprojekten mit Jugendlichen, die von Exklusion betroffen sind, vertieft.

Der Zertifikatskurs soll durch die pädagogische Qualifizierung von Künstler_innen und Kulturschaffenden zur Weiterentwicklung der Kulturellen Bildung in Offenen Settings beitragen. Künstlerische Arbeitsweisen sollen in die Entwicklung innovativer didaktischer Konzepte einbezogen sowie spartenübergreifende Kooperationen unter den teilnehmenden Künstler_innen gefördert werden. Ziel außerschulischer kultureller Bildungsangebote ist, Jugendliche in ihrer Teilhabe an Kunst und Kultur zu stärken.

In der Weiterbildung ARTPAED wird das Handlungsfeld der außerschulischen Kulturellen Bildung aus pädagogischwissenschaftlicher wie ‐praktischer Perspektive erschlossen. Dazu zählen kultur‐ und sozialpädagogische Themen wie jugendliche Lebenslagen, Jugend‐Biografien und Kulturen, sowie Teilhabe‐(Un‐)Gerechtigkeit, Kulturelle Bildung und Kommunikation. Auf der praktischen pädagogischen Ebene geht es um die Konzeption und Anleitung Adressat_innen gerechter, diversitätsbewusster kultureller Bildungsangebote sowie um Netzwerke des Handlungsfeldes der Kulturellen Jugendbildung. Regulärer Teil der Weiterbildung sind Praxisprojekte der Teilnehmer_innen, die in Kooperation mit Kultur‐ und Bildungseinrichtungen bzw. den Projektpartner_innen geplant und umgesetzt werden. Bestehende Projekte und Kooperationen sind willkommen.

Die Weiterbildung wird im Verbund von der Alice Salomon Hochschule Berlin und der WeTeK Berlin gGmbH realisiert. Als Seminarorte konnten verschiedene Träger der außerschulischen Kulturellen Bildung in Berlin gewonnen werden, welche auch als Kooperationspartner ins Projekt einbezogen sind.

Themenübersicht

• Kulturelle Bildung, Jugend und Biografiearbeit
• Pädagogische Leitlinien und Ziele Kultureller Bildung
• Kulturelle Teilhabe, Diversity & Gender
• Kommunikation & Lernprozesse
• Urbanes Lernen
• Medien

Lehr‐ und Lernmethoden Theoretische und praxisbezogene Inputs, praktische Übungen, Präsentation, Praxisphase/ ‐projekt, Selbststudium
Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Elke Josties (Soziale Kulturarbeit ASH Berlin)

Konzeption Stefanie Kiwi Menrath (ASH Berlin), Christoph Happel + Monika Obenhuber (WeTeK Berlin gGmbH)

Leitung, Organisation und Durchführung der Weiterbildung
WeTeK Berlin gGmbH

Kurskoordination
WeTeK Berlin gGmbH

Kursdurchführung
Fachdozent_innen aus den jeweiligen pädagogischen Fachgebieten und Arbeitsfeldern

Seminarorte
verschiedene Projektträger der außerschulischen Kulturellen Bildung in Berlin

Seminartermine 16. ‐ 19.11.2015 / 14. & 15.12.2015 / 18. ‐ 20.1.2016 / 15. & 16.02.2016 / 7. & 8.03.2016 / 11. & 12.04.2016 / 9. ‐ 11.05.2016 / 11. & 12.07.2016

Lern‐ und Arbeitsaufwand Insgesamt 280 Stunden: 160h Präsenzzeit Module / 40h Praxisprojekt / 80 Stunden Selbstlernzeiten

Teilnahmevoraussetzungen
• Qualifikation als Kunst‐ und Kulturschaffende / Künstler_in
• Lebensunterhalt vorwiegend aus künstlerischer (nicht pädagogischer) Tätigkeit
• Keine fachpädagogische Ausbildung
• Bereitschaft zur Teilnahme an Evaluations‐ und Dokumentationsprozessen

Teilnahmegebühr Die Weiterbildung wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Für die Teilnehmenden fallen in der Pilotphase (2015‐2017) daher keine Teilnahmegebühren an.

Abschluss
Die Alice Salomon Hochschule Berlin vergibt in Kooperation mit der WeTeK Berlin gGmbH ein qualifiziertes Zertifikat „Fachkraft für Kulturelle Bildung“, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
• Teilnahme an allen Terminen / den Präsenztagen
• Durchführung und Reflexion eines Praxisprojekts
• Dokumentation und Präsentation eines Praxisprojekts

ECTS‐Credits Der erfolgreiche Abschluss dieses Zertifikatskurses entspricht 10 ECTS‐Credits (Masterniveau). Deren mögliche Anrechnung auf einen postgradualen Studiengang ist an den Nachweis eines Hochschulabschlusses gebunden. Weitere Informationen: www.artpaed.de

 

Die Entwicklung, Durchführung und Evaluation der Weiterbildung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderung von Entwicklungs‐ und Erprobungsvorhaben zur pädagogischen Weiterbildung von Kunst‐ und Kulturschaffenden gefördert.